Symposium "Erfolgreiches Sponsoring" 2002

Immer mehr Unternehmen setzen einen zunehmend großen Teil ihres Werbebudgets für Sponsoring-Maßnahmen ein. Doch können sie dadurch Bekanntheit und Erfolg ihrer Firma steigern? Ergebnisse einer umfangreichen Studie des Lehrstuhls für Marketing der TU Dresden zeigen, dass ein Unternehmen durch Sport-Sponsoring sein Image deutlich verbessern kann (siehe Abbildung). Dieser Imagetransfer spiegelt sich auch in der Kauffrequenz wider: 61,2% der Befragten kaufen häufiger Produkte des Sponsors (16,3% mehr als ohne Sponsoring). Der Lehrstuhl für Marketing weist damit am Beispiel von regionalen Unternehmen sowie einem Sport-Verein aus der Region nach, dass Sponsoring messbare Ergebnisse erzielen kann und sich diese auch kontrollieren lassen. Die Befunde sind deshalb insbesondere für sächsische Sponsoren und Sponsor-Nehmer interessant.

 

 

 

Um die ausführlichen Ergebnisse der Studie zu präsentieren sowie Vor- und Nachteile von Sponsoring-Aktivitäten gemeinsam mit renommierten Referenten aus der Praxis zu diskutierten, lud der Lehrstuhl für Marketing in Kooperation mit dem Marketing-Verein Unternehmen aus der Region am 24. Oktober 2002 zu dem Symposium „Marketing & Praxis“ zum Thema „Erfolgreiches Sponsoring“ an die TU Dresden ein.

 

Rund 200 Vertreter aus der Praxis folgten der Einladung und erfuhren im Vortrags- und Diskussionsteil des Symposiums, wie sich der Erfolg von Sponsoring messen und kontrollieren lässt und wie sowohl Sponsoren als auch Sponsor-Nehmer zum Erfolg beitragen können. Insbesondere die empirische Studie stieß auf großes Interesse bei den Gästen, da es deren Design erstmals erlaubt, die Wirkung des Sponsoring von anderen kommunikativen Maßnahmen zu isolieren, d.h. den Sponsoring-Effekt zu beobachten. Der Lehrstuhl für Marketing entwickelte hierfür den sog. Sponsoring-Navigator und beschreibt den Erfolg von Sponsoring anhand von sechs Zielkriterien: Bekanntheit, Image, Einzigartigkeit, Kundennähe, Sympathie, Nutzung; im Gegensatz zu bisherigen Studien, welche zumeist nur die Wirkung auf Bekanntheit und Sympathie betrachteten.