Sind wir nicht alle ein bisschen einzigartig?

Mit dem Thema "Uniqueness" beschäftigt sich Anja Franck in ihrem Dissertationsvorhaben. Hier geht es zum Abstract eines kürzlich veröffentlichten Fachartikels im European Journal of Management.

 

Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft insb. in Industrienationen äußert sich nicht zuletzt in einzigartigem (Konsum-)Verhalten. Unternehmen bieten ihren Kunden daher individualisierte Produkte, nutzen exklusive Vertriebswege oder versprechen ein einzigartiges Image. Die Forschung beschäftigt sich seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts mit einzigartigem Verhalten von Konsumenten. Verschiedene Ansätze zur Operationalisierung werden ebenso diskutiert wie Antezedenzen und Konsequenzen von Einzigartigkeit. Diese Arbeit fasst den Erkenntnisbeitrag verschiedener sozialpsychologischer Theorien zur Erklärung von einzigartigem Verhalten zusammen. Sie ist damit ein erster Schritt zur systematischen Aufarbeitung des Standes der Forschung. Aus der Konformitätsforschung lässt sich bspw. ableiten, dass einzigartiges Verhalten nicht zwingend öffentlich sein muss, sondern auch im privaten Bereich durchaus sinnvoll erscheint. Gemäß der Theorie der sozialen Identität kann auch Einzigartigkeit der sozialen Gruppe identitätsstiftend sein. Eine positive persönliche oder soziale Identität und damit sozial akzeptierte Formen einzigartigen Verhaltens wiederum wird anstreben, wem ein hoher Selbstwert wichtig ist (Selbstwert-Hypothese). Schließlich führen Uniqueness-Theorie und Theorie der optimalen Distinktheit einzigartiges Verhalten auf ein individuelles Bedürfnis nach Einzigartigkeit zurück. [European Journal of Management, Volume 14, Issue 2]

 

Bei Fragen zur Studie, wenden Sie sich gern an: Anja Franck